Wenn wir für die Steine fielen, sag, sähe ich es dort noch im Sandfall stehen, die Hand sich zertrümmern lassend vom körniger werdenden Felsenstaub? – Das frage ich mich, wenn der Kies aus meinen Haaren rollt auf meine Schultern tröpfelt. Aus meinen Wimpern stäubt es, auch aus den Händen und aus allen Kleiderfalten rieselt Sand bei jedem Handgestreich. Als wandelnder Zerfall stehe ich x von einem Du, ach was, wohl eher z von mir, von nichts, wer kann schon noch denken mit brechenden Kieseln in den Ohrfalten, mit bröckelnden Zähnen. Man muss aufpassen, dass sie nicht in die Luftröhre rutschen; schlucken kann man das, nicht so gut atmen, sprechen lenkt ab, ja, sehr. Wenn ich Fragen stellen könnte, aussprechen, das würde meinen Kopf sortieren in Inneres und Äußeres, Gedanken, Augen, Bilder und Ohren, Netze spannen für jedes. Oder schreiben, Diagramme, Bäume und Tabellen aufzeichnen, auf meine Arme und Hände zur ständigen Betrachtung was soll’s, ich kann nichts schreiben, nicht denken, nur Zeug und Geröll, auch unter den Fingernägeln Sandkörner die nachwachsen nachwachsen beim Herauskratzen. Was wird, wenn es regnet? Wäscht es mir den Staub von den Händen und den Sand aus den Kleidern oder verklumpt es mir in den Augen, verklebt die Lider und schließt mich zur Blindheit? Der Wind schonmal fährt mir durch die Nasenlöcher direkt in die Lunge und trägt sie hoch zu mir, öffnet meine Stirn und legt mich frei für jedes Kirschkorn, das kommen und nisten mag. Und wenn ich einen Spiegel hätte… ginge das auch, vielleicht

beentosang